| | 1 | 2 → | |
| Brock | |
|---|---|
| Autor(en): | Edgar Piel (BRD *1946) |
| Produktion: | WDR 1987 42 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. |
| Regisseur(e): | Hans Gerd Krogmann |
| Schlagwörter: | Literatur Verhaltensstörung |
| Inhaltsangabe: | Brock ist Versicherungsmathematiker. Aber eigentlich will er Schriftsteller sein, denn in seinem Kopf wird alles, was er erlebt zur Literatur, die Wirklichkeit und zur Farce, über die er sich kaputt lacht. Aber die Wirklichkeit schlägt zurück: Als die Versicherung sich von ihm trennt und seine Frau, die nicht mehr an ihn herankommt, vor ihm laufen geht, bricht Brock zusammen. Was soll nun werden? Brock hat Glück, er findet einen Job genau dort, wo solche "Entwicklichungskünstler" gebraucht werden - in der Politik. |
| Mitwirkende: | Wolf-Dietrich Sprenger, Otto Sander |
| Links: | Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |
| ← 1 | 2 | 3 → | |
| Malchers Wahn oder Die menschliche Bombe | |
|---|---|
| Autor(en): | Edgar Piel (BRD *1946) |
| Auch unter dem Titel: | Die menschliche Bombe (Zusatz) |
| Produktion: | WDR 1989 39 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. |
| Regisseur(e): | Heinz-Dieter Köhler |
| Inhaltsangabe: | Der Journalist Güllner gerät unfreiwillig in eine brisante Situation: Er soll und will ein Interview mit dem unter Parteifreunden und Experten hochgeschätzten Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Parlamentarischen Sicherheits- und Verteidigungsausschusses Siegfried Malcher machen und sucht ihn aus diesem Grund in seinem Privathaus auf. Dort trifft er auf die erotisch attraktive Ehefrau Malchers, Edith. Später gewährt Malcher ihm dann doch in seinem Bonner Amtszimmer ein Interview, in dem er alle SDI-Vorstellungen weit überragende Abwehr- und Zerstörungssysteme entwirft und dabei von einer so intensiven Energie erfüllt zu sein scheint, daß er Güllner fast unheimlich wird. Ob der Akku seines Gerätes nicht richtig geladen war oder ob andere Kräfte im Spiel waren, läßt sich nicht mehr rekonstruieren. Im nachhinein fragt sich Güllner, wieso Malcher ihm eine Frage unterschoben hat, die er so gar nicht stellen wollte: 'Wie können wir überleben, wenn das Phantastische in die Realität eingebrochen ist?" |
| Mitwirkende: | Rudolf Kowalski, Cornelia Froboess, Peter Fricke |
| Links: | Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |
| ← 2 | 3 | 4 → | |
| Die Niederlassung oder In hundert Jahren steht hier vielleicht wieder eine Stadt | |
|---|---|
| Autor(en): | Edgar Piel (BRD *1946) |
| Auch unter dem Titel: | In hundert Jahren steht hier vielleicht wieder eine Stadt (Zusatz) |
| Produktion: | DRS 1992 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. |
| Genre(s): | Science Fiction |
| Regisseur(e): | Mario Hindermann |
| Komponist(en): | Emil Moser |
| Schlagwörter: | Müll |
| Inhaltsangabe: | In einer desolaten Gesellschaft schürfen Aussteiger nach den Altlasten der vergangenen Zivilisation. Reuter, früher Angestellter einer Krankenkasse, und Berger, ein ehemaliger Lehrer, haben sich zum Einsatz in einer Niederlassung im Entsorgungsgebiet gemeldet. Da wo einmal Zivilisation war, sind jetzt Berge von Sondermüll, chemische Rohstoffe, die, einstmals endgelagert, inzwischen wieder gewinnbringend gefördert werden. Vom Krebs befallene Menschen leben hier in den chemisch und pharmazeutisch angereicherten Hallen, sie arbeiten entweder in den Niederlassungen oder sind vor der Zivilisation geflohen. Als Reuter und Berger in ihre Arbeit eingewiesen werden - der eine wird Leiter der Niederlassung, der andere sein Stellvertreter -, bemerken sie auf einem Hügel ein überdimensionales Kreuz. Dort liegt ihr Vorgänger, ein Künstler, der »mit dem Klima hier nicht zurechtkam«, wie der Besitzer der Niederlassung erzählt. Und sie treffen den undurchsichtigen Gossing, der so etwas wie ein Vorarbeiter ist. Am Anfang gehen die beiden Männer frohen Mutes an die Arbeit, doch zunehmend wird das Verhältnis zwischen ihnen gespannter. Berger, der mit missionarischem Eifer in die Niederlassung kam, muß sich eingestehen, daß er hier nichts bewegen kann, Lind beginnt, Reuter mit dem Vorlesen alter Zeitungsmeldungen zu entnerven. Doch das Schlimmste ist, daß sie beide in einer ihnen völlig fremden Welt ausgesetzt wurden. Sie beherrschen die Regeln nicht, nach denen hier gespielt wird, und sind auf Gossing angewiesen. Als Fremde in die Niederlassung kommen, mit denen der Vorarbeiter einen makabren Handel treibt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Die Geschichte wurde schon einmal erzählt - in Joseph Conrads Story >Ein Vorposten des Fortschritts von 1898 (enthalten in der Sammlung Geschichten der Unrast). Der Seemann und spätere Schriftsteller siedelte seinen Vorposten in einem unerforschten Teil Afrikas an, wo zwei "vollkommen unbedeutende und unfähige Individuen, deren Existenz nur durch die hochentwickelte Organisation der zivilisierten Massen ermöglicht wird", den Wilden den Segen der Zivilisation verabreichen wollen und auf ganzer Linie scheitern. Edgar Piel hat in seinem Hörspiel diese Geschichte in eine Zukunft versetzt, in der eben diese Zivilisation große Teile der Welt verwüstet hat und jetzt zaghafte Versuche macht, sich jene Gebiete wieder nutzbar zu machen. Doch obwohl sich so Conrads unentdeckte, abenteuerliche Wildnis in eine leergefegte Ödnis verwandelt hat, bleibt es für die Männer eine unbekannte und unverständliche Welt. Und auch wenn Piel seine Protagonisten nicht mit soviel Arroganz ausstattet wie Conrad, so scheitern sie doch auch an ihrem Unvermögen, sich in dieser Weit zurechtzufinden. DIE NIEDERLASSUNG ist nicht nur eine gelungene Adaption der Conrad'schen Story, sondern auch ein spannendes Hörspiel. Durch den häutigen Wechsel von Zeit- und Erzählebenen Lind die spärliche akustische Untermalung (die Bewohner trommeln auf Giftfässern) entsteht im Kopf des Zuhörers das Bild einer zukünftigen Welt, in der sich die Menschen selbst fremd geworden sind und die sogenannte Zivilisation längst zu einer bizarren Karikatur verkommen ist. Aber das ahnte ja schon Joseph Conrad im neunzehnten Jahrhundert. |
| Links: | Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |
| ← 3 | 4 | 5 → | |
| Die Reise nach Wehagen | |
|---|---|
| Autor(en): | Edgar Piel (BRD *1946) |
| Produktion: | NDR 1988 58 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. |
| Genre(s): | Krimi |
| Regisseur(e): | Hans Rosenhauer |
| Schlagwörter: | Psychologie Manager |
| Inhaltsangabe: | "Finden Sie Gerner!" So lautet Raabes Auftrag. Nichts Aufregendes. Gerner hat für einen großen Konzern eine zeitlang den Manager-Guru gespielt, der mit ein paar psychologischen Tricks job- und lebensmüde Macher von ihren Sinnkrisen befreite, Und dann war er plötzlich verschwunden. Aber Gerner wird gebraucht. Raabe fragt sich durch, und das Bild, das man ihm von Gerner mit auf den Weg gegeben hat, beginnt allmählich zu schillern: Zwischen Psychozauberer, Eulenspiegel und egoistischem Monster, das auf seinem Karriereweg auch zerstörte Kreaturen zurückgelassen hat. |
| Mitwirkende: | Christian Brückner, Klaus Schwarzkopf, Gerd Baltus, Siegfried Kernen |
| Links: | Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |
| ← 4 | 5 | 6 → | |
| Sozusagen als Exempel | |
|---|---|
| Autor(en): | Edgar Piel (BRD *1946) |
| Produktion: | 1970 Min. () - |
| Regisseur(e): | Hermann Naber |
| Links: | Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |
| ← 5 | 6 | | |
| Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen | |
|---|---|
| Autor(en): | Edgar Piel (BRD *1946) |
| Produktion: | NDR 1972 Min. () - Originalhörspiel dt. |
| Genre(s): | Originalton |
| Regisseur(e): | Veit Erlmann Edgar Piel |
| Inhaltsangabe: | Es handelt sich um die Montage einer kollektiven Biographie: Texte aus Märchenbüchern, Erziehungsanleitungen, Horoskopen, Stellenangeboten und Todesanzeigen münden in O-Ton-Berichten aus dem Leben in Kindergärten, Schulen, Lehrstellen und aus dem Leben im Beruf. Am Ende steht der Monolog eines ehemaligen Chemiearbeiters, dessen Gesundheit nur noch ruiniert ist. |
| Links: | Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |