Apropos Bananen
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Apropos Bananen Oder: Wem gehört das Wasser in La Palma?
Von Marianne Weil
Hoch und schwarz ragt die Vulkaninsel La Palma aus einem weißen Wolkenbett in den afrikanischen Himmel. Sie ist 5000 Kilometer von Polen oder den baltischen Staaten entfernt, mit denen sie sich neuerdings das Geld aus Brüssel teilen muss.
Auf der kanarischen Insel gibt es genug Wasser. Es befindet sich in Privatbesitz, wird über kilometerlange Stollen aus dem Berg geleitet und zu 80 Prozent für Bananenplantagen verbraucht. Seit die EU Bananen subventioniert, sind ganze Quadratkilometer unter Plastikplanen verschwunden, die die Stauden gegen Wind schützen. Das Grundwasser zeigt zunehmende Verschmutzung, denn Bananen werden gespritzt und gedüngt. Wen subventioniert die EU da? Die Plantagenbesitzer, die Plantagenarbeiter oder die, denen das Wasser gehört?
Seit 2002 ist dieselbe Insel La Palma von der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärt worden. Wie verträgt sich das mit dem Bananen-Anbau?
La Palma ist eine kleine Insel, ein Teil Spaniens, ein Teil Europas, ein Teil des Globus. Die Reportage fragt sich durch den ökonomischen und ökologischen Dschungel dieser kleinen Insel.
MDR Figaro - Samstag, 2005-02-05 - 9.05-9.35 Uhr
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