Ein Leben für Solidarnosc
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Ein Leben für Solidarnosc - Der Mord an dem polnischen Arbeiterpriester Jerzy Popieluszko
Ein Feature von Boris Heinrich
Produktion WDR 2004
Redaktion Leslie Rosin
Polen 1984. Rund 10 Millionen Menschen gehören der verbotenen Gewerkschaft Solidarnosc an. Der staatliche Geheimdienst sorgt dafür, dass täglich Oppositionelle verschwinden. Nach Ansicht der Regierung betreiben insbesondere Priester verbotene politische Einmischung. Auf der Liste der 69 Geistlichen, die von den Behörden überwacht werden, steht auch der Name Jerzy Popieluszko. Er setzt sich für streikende Arbeiter und deren Familien ein, predigt offen den "Mut zur Freiheit" und prangert in seinen Messen das "unsichtbare Gefängnis der ganzen Nation" an.
Am Abend des 19. Oktober 1984 gerät Jerzy Popieluszko scheinbar in eine Verkehrskontrolle. Drei Sicherheitsoffiziere des Innenministeriums nehmen ihn fest. 11 Tage später wird seine Leiche aus einem Weichsel-Stausee geborgen. Obwohl die drei Offiziere nach wenigen Monaten zu langen Haftstrafen verurteilt werden, wurden die Hintergründe des Verbrechens nie umfassend aufgeklärt. Auch heute, 20 Jahre später, ist Popieluszko eine wichtige Symbolfigur. Manch ein Kirchenvertreter wünscht gar die Heiligsprechung.
WDR3 2004-10-09
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