Ein schwerer Koffer mit Erinnerungen
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Ein schwerer Koffer mit Erinnerungen - Die Geschichte der Eva Erben
Feature von Christiane Kopka
Produktion: WDR 2008
Eva Erben war neun Jahre alt, als die deutschen Truppen 1939 in ihre Heimatstadt Prag einmarschierten. Von einem Tag auf den anderen änderte sich für das behütete jüdische Mädchen das ganze Leben. Sie durfte nicht mehr zu Schule gehen, viele Freundinnen besuchten sie nicht mehr und vor der Eisdiele, in der sie sich so gern Eis gekauft hatte, stand das Schild: "Juden und Hunden ist der Eintritt verboten". Wie sich ein Kind fühlt, das plötzlich mit den "Rasse-Gesetzen" der Nazis konfrontiert wird, hat Eva Erben in ihrem Buch "Mich hat man vergessen" sehr eindringlich beschrieben.
Das Feature zeichnet ihre Lebensgeschichte nach, die Deportation nach Theresienstadt und später nach Auschwitz, ihre zufällige Rettung und die Auswanderung nach Israel, wo Eva Erben heute mit ihren Kindern und Enkelkindern lebt. Bei allem Grauen, das sie erlebt hat, gelang es ihr immer wieder, auch intensive Momente des Glücks und der Hoffnung zu finden. Die Aufführung der Kinderoper Brundibár in Theresienstadt war so ein Ereignis, aus dem das Mädchen Kraft schöpfen konnte. Bei der Begegnung mit Schulkindern, die die Oper in Hamburg einstudiert haben, wird für Eva Erben die Vergangenheit wieder lebendig.
- WDR5 - Samstag, 2008-11-01 - 14:05–15:00 Uhr
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