Go Mars!
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Go Mars! - Vom Mythos zur bemannten Mission
Ein Feature von Kurt Darsow
Ton und Technik/Schnitt: Herbert Kuhlmann/Werner Jäger
Regie/Produktion: Hans-Jürgen Schunk/Michael Ogrizek
Produktion: WDR 2004 - Länge 54:30
Seinen Namen verdankt der erdähnlichste Planet des Sonnensystems angeblich seiner intensiv roten, Blut und Brand assoziierenden Farbe. Die alten Römer fanden es deshalb passend, ihn nach ihrem Kriegsgott zu benennen. Dabei wurde der Mars zum Projektionsort menschlicher Ängste und Wünsche, lange bevor konkrete Kenntnisse über ihn vorlagen. Die "Kanäle", die Giovanni Schiaparelli dort Ende des neunzehnten Jahrhunderts noch eher erahnt als beobachtet hatte, wurden durch Percival Lowells detaillierte Marskarten eindrucksvoll bestätigt. Für den amerikanischen Astronomen waren sie Zeugnisse eines ausgedehnten Bewässerungssys-tems, mit dem eine hoch entwickelte Zivilisation sich einer drohenden Klimakatastrophe erwehrte.
Mögen sich die Kenntnisse inzwischen auch vervielfacht haben und der Glaube an die Existenz "grüner Männchen" gegen Null tendieren, als Projektionsort hat der Mars damit noch lange nicht ausgedient. Als George W. Bush 2004 eine bemannte Mars-Mission in Aussicht stellte, wurde deutlich, dass der rote Planet sich vom Ort der Bedrohung zur rettenden Zuflucht gewandelt hat. Sollte unser Heimatplanet einmal unbewohnbar werden, wäre er unser Ausweichquartier.
Zitatorin: Isis Krüger
Zitator: Hüseyin Michael Cirpici
Literaturzitat: Michael Evers
Sprecherin: Astrid Meyerfeldt
Sprecher: Juan Carlos Lopez
Übersetzung: Hendrik Stickan
- WDR3 - 2005-01-09 - 15.00-16.00 Uhr
- WDR3 - 2005-01-10 - 22.00-23.00 Uhr
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