Hitlers Rennschlachten
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Hitlers Rennschlachten - Die "Silberpfeile" unterm Hakenkreuz
Von Eberhard Reuß
Regie: Günter Maurer
Produktion: SWR 2006
Die Legende von den unbesiegbaren "Silberpfeilen" lebt heute wie vor 70 Jahren. Dass die damaligen Erfolge mit massiver Protektion der Nazis zustande kamen, wird meist verschwiegen oder klein geredet. Doch Hitler und Konsorten förderten den Rennsport schon unmittelbar nach der Machtübernahme mit immensen Summen. Die Vorstände von Daimler-Benz und Auto Union taten das ihre, diesen Geldfluss nie versiegen zu lassen. Grand-Prix-Rennen waren das ideale Vehikel, die vermeintlich deutsche Überlegenheit weltweit zu demonstrieren. Und im Inland galt es, Massen zu gewinnen.
Bernd Rosemeyer, damals neben Max Schmeling das größte Sportidol der Deutschen, war schon vor 1933 Mitglied der SS, Hermann Lang trat der NSDAP bei, während Manfred von Brauchitsch und Hans Stuck ihre bereits früh zu Hitler geknüpften Kontakte weidlich zu nutzen wussten.
Mehr als fünf Jahre rasten die "Silberpfeile" konkurrenzlos von Sieg zu Sieg: zum letzten Mal gegen internationale Konkurrenz am 3. September 1939, zwei Tage nach dem deutschen Überfall auf Polen. Doch wie auf den Rennstrecken, so überstanden die Idole der Nation auch im Krieg geschickt und auf den eigenen Vorteil bedacht drohende Gefahren - und schließlich auch die problematischen Spruchkammerverfahren nach 1945.
Eberhard Reuß erinnert an ein verdrängtes Kapitel der deutschen Automobil- und Sportgeschichte.
SWR2 - Samstag, 2006-06-17 - 21:00-22:00 Uhr
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