Jeder Tag ist wie ein neues Begräbnis
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Jeder Tag ist wie ein neues Begräbnis - Russische Mütter kämpfen um ihre rechtlos verurteilten Söhne
Von Suzanne Bontemps
Produktion: Deutschlandfunk 2005
Seit mehr als drei Jahren kämpfen fünf russische Mütter um die Freilassung ihrer Söhne aus den Strafkolonien 321/6 und 321/7 der Stadt Valyjki, eines Provinzstädtchens im Südwesten Russlands nahe der ukrainischen Grenze. Die Informatikstudenten der Belogoroder Universität wurden 2001 zu acht bzw. achteinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, weil sie angeblich einen Mitstudenten im Umkleideraum der Sporthalle vergewaltigt haben sollen. Das Gericht missachtete in dem Prozess nahezu alle Regeln einer rechtsstaatlichen Justiz. Seither kämpfen die Mütter der verurteilten Jugendlichen für die Freilassung ihrer Kinder. Sie haben sich vergeblich an den Obersten Gerichtshof in Moskau, an Deputierte der Duma, an russische und internationale Menschenrechtsorganisationen gewandt. Dennoch geben sie nicht auf, auch nicht nach dem zynischen Kommentar von Pavel Repin, einem engen Mitarbeiter Putins: "Sie wissen doch, in Russland kann man alles kaufen und alles verkaufen."
DLF - 2005-02-15 - 19.15 Uhr
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