Mutter Siemens und ihre Kinder
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Mutter Siemens und ihre Kinder - Ein Weltkonzern auf Globalisierungskurs
Von Stefan Schmid
Der Siemens-Konzern galt immer als "guter" Arbeitgeber, die "Siemensianer" konnten sich auf ihre „Mutter“ Siemens verlassen, sie brauchten sich kaum Sorgen zu machen um ihren Arbeitsplatz. Doch das ist Geschichte, seit der Konzern auf Globalisierungskurs gegangen ist. Der scheidende Konzernchef Heinrich von Pierer hat in Deutschland Arbeitsplätze gestrichen und im Ausland neue Arbeitsplätze geschaffen, um den Konzern wettbewerbsfähig zu halten.
Dabei ist das Beschäftigungsklima bei Siemens rauher geworden: Bei der Netzwerksparte ICN wurden sogar Hunderte von Siemensianern gekündigt. In vielen Fällen hat Siemens dabei sogar gegen die Spielregeln verstoßen - die Mitarbeiter haben in der ersten Instanz alle Prozesse gewonnen. In der Handysparte ICM hat Siemens mit Fabrikschließungen gedroht. Und erreicht, dass die Mitarbeiter nun wieder 40 Wochenstunden arbeiten, ohne Lohnausgleich. Stefan Schmid will diesen tiefgreifenden Wandel in der Firmenkultur genauer ausleuchten und die Ursachen darstellen: Den Konkurrenzdruck vom Weltmarkt. Die Gewinnwünsche der Aktionäre. Die Einkommensansprüche der Arbeitnehmer bis hin zum Management. Die hausgemachten Fehler, etwa bei der Straßenbahn Combino. Und den politischen Gegenwind, der zum Beispiel das Geschäft mit der Kernkraft oder die Expansion nach Frankreich erschwert. Außerdem soll der Fall Siemens dazu dienen, die Chancen und Risiken der Globalisierung aufzuzeigen - und vernünftige Reaktionen auf diese Herausforderung auszuloten.
BR2 - Samstag, 2004-11-06, 16.00-17.00 Uhr
BR2 - Sonntag, 2004-11-07, 20.00-21.00 Uhr
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