Nach der Flut ist vor der Flut
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Nach der Flut ist vor der Flut - Konsequenzen der Hochwasserkatastrophe 2002 am Beispiel Pirna
Von Sylvia Conradt und Kirsten Heckmann-Janz
Ein Jahr nach der Flutkatastrophe
"Natürlich haben wir Angst, daß die Flut wiederkommt, aber unser Haus aufgeben, nein, das wollen wir nicht". Edith und Christian Richter, beide Mitte 60 und Rentner, leben in Pirna, in der jahrhundertealten Schifftorvorstadt, unweit der Elbe. Sie bauen ihr denkmalgeschütztes, 350 Jahre altes Einfamilienhaus, das Elternhaus Christian Richters, wieder auf.
In der sächsischen Kreisstadt Pirna - 'mittelalterliches Kleinod, Canaletto-Stadt, Tor zur Sächsischen Schweiz', wie das Tourismuszentrum verheißt, - haben Hochwasser und Schlammassen von Gottleuba, Seidewitz und Elbe manche Aufbauarbeit, unter sich begraben, wie in vielen anderen Städten und Gemeinden auch. Das Hochwasser an Donau und Elbe hat 2002 einen Gesamtschaden von mehr als 9 Milliarden Euro verursacht. Knapp zwei Drittel davon entfallen auf Sachsen.
Die sogenannte Kirchbach-Kommission hat dem sächsischen Krisenmanagement katastrophale Mängel attestiert und eine grundlegende Neuordnung und Straffung des Katastrophenschutzes angemahnt. Die Bundesregierung drängt in ihrem sogenannten Fünf-Punkte-Plan für Hochwasserschutz unter anderem darauf, daß Flußbegradigungen rückgängig gemacht, natürliche Überschwemmungsgebiete geschaffen und Deiche rückgebaut werden. Welche Konsequenzen aus der Hochwasserkatastrophe gezogen wurden und was nach einem Jahr tatsächlich umgesetzt ist, dem spürt das Hörbild mit Ortsterminen in Pirna, Dresden und Berlin nach.
RBB-RK 2003-08-16 09.05 Uhr
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