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Tödliche Pillen

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Tödliche Pillen - Ein Blick auf die Wachstumsbranche "gefälschte Medikamente"

von Thomas Kruchem

Produktion: SR 2003

Sieben Prozent aller heute weltweit verkauften Medikamente sind Fälschungen. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Jährlich erbingen sie erbringen 25 Milliarden Dollar Umsatz. Immer wieder kommt es zu Toten durch Lösemittel in Hustensaft oder andere Gifte.

Der Markt für die tödlichen Pillen wird bereitet durch die Liberalisierung des Handels, Armut und Unterentwicklung des Gesundheitswesens in der "Dritten Welt". Als Folge der Selbstmedikation mit gefälschten Medikamenten wird massiv die Kaufkraft der Ärmsten abgeschöpft, Krankheiten bleiben unbehandelt; es entwickeln sich Resistenzen. Aus Angst um das Patientenvertrauen wurde das Problem der mafiaartig organisierten Fälscher lange totgeschwiegen. Erst in den letzten Jahren koordinieren Wirtschaft, engagierte Ärzte, nationale Behörden und WHO ihre Kräfte. Der Kampf gegen die Fälscher dürfte aber nur dann erfolgreich sein, wenn auch der Zugang der Ärmsten zu echten Medikamenten entscheidend verbessert wird.


WDR5 - 2005-02-20 - 11.05-12.00 Uhr

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