Traumata im Gepäck
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Traumata im Gepäck Oder: Vom Restrisiko eines Auslandseinsatzes in Krisengebieten
Ein Feature von Rainer Link und Hartwig Tegeler
Regie: Hartwig Tegeler Produktion: WDR 2005
Bei einer Party löst der Geruch von Fleischscheiben auf dem Holzkohlengrill bei einem jungen Bundeswehrsoldaten Ekel und Angst aus. Er hatte bei einem Auslandseinsatz in Bosnien verkohlte Leichen aus nächster Nähe ansehen und riechen müssen. Ein anderer fällt nach der Rückkehr in seine Heimatkaserne durch massive Aggression und Disziplinlosigkeit auf. Er konnte seine Erlebnisse nicht adäquat verarbeiten und leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Seit einigen Jahren schickt Deutschland bewaffnete Soldaten und Polizisten in Krisengebiete. Es sind überwiegend Freiwillige, die nach Lebensalter und Lebenserfahrung keinerlei Erfahrungen mit den Schrecken des Krieges haben. In Seminaren und Übungen werden sie vorbereitet. Dennoch kehren viele geschockt zurück, einige traumatisiert. Die Reintegration in die Familie und in den Dienstalltag schafft außerordentliche Probleme, die vor der Öffentlichkeit gern verschwiegen werden.
Sprecher: Peter Weis.
- WDR3 - 2005-12-11
- WDR5 Dok 5 - Dezember 2005-12-18, 11:05-12:00 Uhr
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