Verstummende Welten
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Verstummende Welten - Vom Ende der Sprachenvielfalt
Von Beate Ziegs
Regie: Beate Ziegs
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2005
Ton: Thomas Monnerjahn
Regieassistenz: Frank Merfort
Länge: 54:22
Mitwirkende: Christin König
Als am 8. Oktober 1992 Tevfik Esenç starb, starb mit ihm eine ganze Welt. Denn Tevfik Esenç war der letzte Mensch, der Ubykh sprechen konnte. Das Schicksal dieser westkaukasischen Sprache ist kein Einzelfall: Experten befürchten, dass 90 Prozent der jetzt noch etwa 6000 existierenden Sprachen innerhalb der nächsten 100 Jahre für immer verstummt sein werden, und sehen "die größte Katastrophe für das Geistesleben, die die Welt je gesehen hat" auf uns zukommen. Sprachen transportieren nicht nur Wissen, sie haben vor allem eine identitätsstiftende Funktion. Das Verbot einer Sprache ist deshalb seit jeher ein äußerst wirksames Instrument zur Unterdrückung ganzer Völker. Neben ausgestorbenen Sprachen sind in dem Feature auch Sprachen zu hören, um deren Erhalt in Brasilien, in Nepal oder in der Mongolei zur Zeit gekämpft wird.
Beate Ziegs, geboren 1952 in Iserlohn, studierte Soziologie und Politologie, lebt als freie Autorin (u.a. "Mehr als sterben kannst du nicht" DLR Berlin 2003) und Regisseurin in Berlin.
- DLRB - 2005-02-16 - 19:05 (Ursendung)
- DLRK - Samstag, 2006-02-18
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