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Wo ich her bin, das gibt es nicht mehr

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Wo ich her bin, das gibt es nicht mehr - Unterwegs in Uwe Johnsons Jerichow

Von Guido Graf

Produktion: DLF 2004

Wie viele Antennen, Telefonhäuschen und Kriegsgräber? Sägemehl auf dem Boden der Fleischereien? Pferdefuhrwerke und Zeitungskioske? Alles wollte Uwe Johnson wis-sen über Jerichow, das Zentrum seines Großromans „Jahrestage“. Die fiktive mecklenburgische Kleinstadt, in der die Familie Cresspahl lebt. Dafür hat er sich von Freunden, die in der DDR geblieben sind, zahllose Fragen beantworten lassen: „Da ich fand, dass der Laut dieses Namens an der Ostsee angenehm blaugrau (etwas als Luft und Fischgeruch) auf der Zunge liegt, habe ich mir ein Jerichow aufgebaut an der Ostsee.“

Die Kleinstadt Klütz zwischen Lübeck und Wismar hat Johnson vor allem als Vorlage für Jerichow gedient. Im „Klützer Winkel“, der umgebenden hügeligen Landschaft am Meer, spielt auch schon sein früherer Roman „Mutmaßungen über Jakob“. Fünfzehn Jahre nach der Wende lassen sich aus dem Klütz von heute noch immer enge Fäden an Johnsons Jerichower Weltchronik knüpfen, an eine imaginäre fremde Heimat.


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