Zur Vermeidung weiterer Provokationen
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Zur Vermeidung weiterer Provokationen - Die kurze Lebensgeschichte des Michael Gartenschläger
von Roman Grafe
Produktion: SWR, SR 2003
Redaktion: Gisela Corves
Strausberg bei Berlin im August 1961: Der 17jährige Lehrling Michael Gartenschläger protestiert gemeinsam mit vier Freunden gegen den Mauerbau. "Macht das Tor auf!" und "Freie Wahlen!" pinseln sie an Scheunentore und Garagen. Die "konterrevolutionäre Terrorbande" wird festgenommen; Michael Gartenschläger verurteilt man zu lebenslänglich Zuchthaus.
Nach zehn Jahren Haft wird er 1971 von der Bundesregierung freigekauft. Er lebt fortan in Hamburg. Als Fluchthelfer holt er 31 Menschen aus der DDR. Im Frühjahr 1976 demontiert Michael Gartenschläger an der DDR-Grenze zwei Selbstschussapparate.
Der "Spiegel" veröffentlicht die Funktionsweise der "Todesautomaten", deren Existenz die DDR-Führung bis dahin immer bestritten hat. Als sich Michael Gartenschläger am 30. April 1976 erneut dem DDR-Grenzzaun nähert, wird er von einem Stasi-Kommando erschossen. Die Todesschützen werden im März 2000 vom Landgericht Schwerin freigesprochen. Zwei Befehlsgeber gehen im April 2003 in Berlin straffrei aus dem Verfahren.
Gesendet: WDR3 2003-10-03
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